Förderung durch Lautgebärden im Unterricht
Spielerisch lesen und schreiben lernen
An unserer Grundschule sind wir derzeit dabei Lautgebärden als wertvolle Unterstützung beim Schriftspracherwerb einzusetzen. Diese Methode verbindet Buchstaben mit einfachen Handzeichen und Körperbewegungen und macht das Lernen für alle Kinder anschaulicher und erfolgreicher.
Was sind Lautgebärden?
Lautgebärden sind Handzeichen, die jedem Laut (Phonem) unserer Sprache zugeordnet sind. Wenn Kinder beispielsweise das „M" lernen, führen sie gleichzeitig eine passende Bewegung aus – etwa die Hand an die geschlossenen Lippen legen. So wird der abstrakte Buchstabe durch Bewegung und Visualisierung greifbar.
Wie helfen Lautgebärden beim Lernen?
Mehrere Sinne – besseres Lernen
Durch die Verbindung von Sehen, Hören und Bewegen werden mehrere Lernkanäle gleichzeitig angesprochen. Dies erleichtert das Einprägen erheblich und macht den
Lernprozess nachhaltiger.
Phonologische Bewusstheit stärken
Die Gebärden helfen Kindern, Laute deutlicher wahrzunehmen und von ähnlichen Lauten zu unterscheiden. Sie lernen, Wörter in einzelne Laute zu zerlegen – eine
grundlegende Fähigkeit fürs Lesen und Schreiben.
Individuelle Förderung
Lautgebärden bieten eine zusätzliche Gedächtnisstütze und Orientierungshilfe. Auch für Kinder mit Deutsch als Zweitsprache oder mit besonderem Förderbedarf sind sie
eine wertvolle Hilfe.
Unser Konzept im Unterricht
In den ersten Schulwochen führen wir die Lautgebärden systematisch ein. Die Kinder lernen sie spielerisch durch:
Mit der Zeit werden die Gebärden weniger, bis die Kinder sie schließlich nicht mehr benötigen – sie haben ihren Zweck als „Lerngerüst" erfüllt.
Gemeinsam zum Erfolg
Die Lautgebärden werden immer mehr ein fester Bestandteil unseres Deutschunterrichts. Wir freuen uns, dass wir mit dieser Methode jedem Kind den bestmöglichen Start in die Welt der Schriftsprache ermöglichen können.